In vielen Schweizer Haushalten bleibt Olivenöl auf Salatsauce beschränkt, während Butter und Rapsöl den Rest der Küche übernehmen. Das lässt viel Potenzial ungenutzt.
Wo es überraschend gut funktioniert
- Rösti — eine Mischung aus etwas Butter (für den Geschmack) und Olivenöl (für Hitzebeständigkeit und eine leichtere Kruste) statt reiner Butter.
- Suppen zum Verfeinern — ein Schuss über Kürbis- oder Kartoffelsuppe kurz vor dem Servieren, statt nur Rahm.
- Brotteig — viele Zopf- und Brotrezepte vertragen einen Teil Olivenöl statt Butter, für eine andere, oft länger frische Krume.
- Gemüsegratins — vor dem Backen statt oder zusätzlich zu Butter.
Der einfachste erste Schritt: ein gutes natives Olivenöl extra neben dem gewohnten Rapsöl stehen haben, und es bewusst für alles verwenden, wo am Ende noch roh verfeinert wird — Suppen, Gemüse, Brot. Genau dort zahlt sich die Qualität am meisten aus.
Wo Rapsöl noch die bessere Wahl bleibt
Nicht jede Schweizer Küchenanwendung profitiert vom Wechsel — beim scharfen Anbraten bei sehr hoher Hitze bleibt Rapsöl aus praktischen Gründen oft die bessere Wahl. Siehe Olivenöl vs. Rapsöl für die konkrete Aufteilung, wann welches Öl sinnvoller ist.
Ein zweites Fondue/Raclette-Beispiel
Über die Rösti und Suppen hinaus lohnt sich ein Blick auf Fondue und Raclette selbst — dort hat Olivenöl einen legitimen, oft übersehenen Platz neben den Schweizer Klassikern. Siehe Olivenöl fürs Fondue und Raclette: Passt das? für die konkrete Einordnung.
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